Achtes Album, gleichnamiges Cover und eine schon im Januar eroberte Presse: 85/100 über sieben Kritiken. Blabbermouth (9/10) bringt die Sache auf den Punkt – Alter Bridge „erschafft einen Moment und eine Emotion », wo andere nur Riffs aneinanderreihen – und Kerrang! (4/5) schlägt „eine der unerschütterlich beeindruckendsten Rockbands dieses Jahrhunderts » zum Ritter, mit einem Myles Kennedy, „der einen Song im Alleingang zu heben vermag », und einem Tremonti zwischen Cantrell und Rhoads.

Der Konsens: zweiundzwanzig Jahre Handwerk, laut Kerrang! kein einziger schwacher Titel, und eine bewusst schwerere Wendung. „Silent Divide », „Rue The Day » und „Scales Are Falling » finden einhellige Zustimmung, „Hang By A Thread » bietet die halbakustische Atempause. Der einzige echte Vorbehalt in der Presse: Metal Hammer, lauwarmer bei 7/10.

Der Haken liegt woanders: Das Publikum steigt bei 65/100 über 770 Bewertungen aus – zwanzig Punkte unter den Kritikern, eine der größten Klüfte des Jahres. Zu glatt, zu lang, zu sehr Alter Bridge? Die Quittung des Publikums kostet die Endnote einen halben Punkt. Die Journalisten lieben es; die Basis dagegen beginnt, die Wiederholungen zu zählen.