Der Fall Kamelot, Folge 2026: Dark Asylum teilt die Presse so entzwei wie selten. Auf der einen Seite hört Distorted Sound (8/10) darin „eine ihrer besten Veröffentlichungen seit langem », die die Prog-Seite der Anfänge mit der Effizienz der letzten Jahre vermählt. Auf der anderen zückt Angry Metal Guy ein vernichtendes 2.5/5: „weder frisch noch aufregend », erstickte Rhythmusgitarren, dekorative Harsh Vocals.
Ein Punkt eint alle, auch die Enttäuschten: Tommy Karevik. Seine Leistung wird von Distorted Sound als „gesangliche Masterclass » bezeichnet, und selbst AMG spricht von einer „fesselnden » Darbietung. Die Orchestrierungen von Oliver Palotai sind der andere sichere Wert der Platte.
Bei 68/100 auf beiden Seiten (Kritik UND Publikum) sagt der Konsens eine schlichte Sache: eine schöne Kamelot-Platte für jene, die Kamelot mögen, ohne neues Argument für die anderen. Das langsamere Albumende zieht sich — selbst der größte Verfechter räumt es ein.



