Gatecreeper hat sich von Arizona aus als eine der verbindendsten Bands des modernen Death Metal durchgesetzt. Durch die Kreuzung der Schwere des schwedischen HM-2-Death mit dem Groove des Hardcore hat das Quintett eine sofort wiedererkennbare Identität aufgebaut. Dark Superstition, die erste Platte für ein großes Label, bestätigt diesen Aufstieg und markiert einen klaren Willen, den Horizont zu erweitern. Die Kritik (im Schnitt 82 bei neun Besprechungen) rühmt eine ehrgeizigere Platte.

Die Band verfeinert hier ihre Schreibweise, indem sie ihr eine neue, dem schwedischen Melodic Death Metal entlehnte melodische Dimension einspritzt. Die Gitarren weben eingängige, beinahe singende Leads, die die Brutalität mildern, ohne sie je abzustumpfen. Die Kompositionen gewinnen an Relief, an Dynamik, an Umfang und bewahren dabei die furchterregende Wirksamkeit, die den Ruf der Band begründet hat.

Die Kritik rühmt diese Reifung, diese Fähigkeit, sich zu öffnen, ohne sich zu verraten. Die massive, klare Produktion hebt dieses Gleichgewicht zwischen Aggression und Melodie hervor. Der Gesang von Chase Mason bleibt von einer rauen Wucht, ein brutaler Anker inmitten einer Platte, die nuancierter ist als gewöhnlich.

Es bleibt, dass diese melodische Öffnung, so betörend sie ist, Gatecreeper bisweilen einem bereits stark besetzten Terrain nähert: Die Platte verliert ein wenig von der schmutzigen Eigenart ihrer Anfänge zugunsten einer gesteigerten Zugänglichkeit. Der Gewinn an Umfang wird in Charakter beglichen.

Fazit: 8/10. Eine solide, ehrgeizige Platte, die eine große Band des modernen Death Metal eine Hürde nehmen sieht, ohne ihre Fundamente zu verleugnen. Auf Langlebigkeit angelegt.