Better Lovers ist aus der Asche eines Schiffbruchs entstanden. Bei der aufsehenerregenden Auflösung von Every Time I Die versammelten sich mehrere seiner Mitglieder um Greg Puciato, den einstigen Sänger der Kultband The Dillinger Escape Plan, um dieses neue Projekt ins Leben zu rufen. Die Abstammung ist prestigeträchtig, und Highly Irresponsible, ihr erstes vollständiges Album, hält die Versprechen einer solchen Besetzung.

Die Kritik rühmt die Platte (ein Schnitt von 82 über acht Besprechungen) und begrüßt darin die vollkommene Begegnung des chaotischen Mathcore von Dillinger mit dem wütenden Hardcore von Every Time I Die. Das Ergebnis ist eine nervöse, unvorhersehbare Musik, durchzogen von einer Energie, die niemals abzuflauen scheint.

Alles hier atmet Dringlichkeit. Die kantigen Riffs winden sich in alle Richtungen, die Rhythmen entgleisen absichtlich, und die Stimme von Puciato — eine der ausdrucksstärksten der Szene — wechselt mit verblüffender Leichtigkeit vom Schrei zur Melodie. Die rohe, direkte Produktion fängt diese Wut ein, ohne sie je zu zähmen.

Man mag dem Album eine Form von Monochromie in der Intensität vorhalten: Da es beständig mit Vollgas spielt, lässt Better Lovers wenig Raum zum Atmen, und das Ganze sättigt am Ende das Ohr. Der Platte fehlen jene Kipp-Momente, die dem Chaos seine ganze Kraft des Kontrasts verliehen. Der Furor genügt sich hier selbst — zum Besten und bisweilen zum Zuviel.

Fazit: 8/10. Eine wilde, lebendige Platte, getragen von Musikern auf ihrem Höhepunkt. Eine jubelnde Wiedergeburt, wenn auch nicht gänzlich beherrscht.