Zwanzig Jahre Karriere, und nun legt das Trio aus Hampshire nach allgemeiner Ansicht seine beste Platte vor. Mit 80/100 auf Album of the Year vereint The Devil And All His Works Kerrang! (4/5) und Distorted Sound (8/10) in einer seltenen Doom-Kommunion. Kerrang! wagt die Formulierung: „sie haben ihr bislang bestes Album gemacht, was zwanzig Jahre später das Werk des Teufels sein muss!“
Distorted Sound beschreibt den Stoff: ein Doom, „roh, ungefiltert und in seinem immensen Gewicht beinahe katastrophal“, zugeschnitten darauf, dass „Fans von Sabbath, Cathedral und Pentagram voll auf ihre Kosten kommen“. Kerrang! bemerkt zudem eine neue Dekadenz — einfallsreiche Gitarren, ein unerwarteter Ohrwurm —, ohne dass die Band je ihre kompromisslose Doom-Vision aufgibt.
Einziger Schatten auf dem Bild: das Publikum folgt weniger als die Presse (68/100 Nutzer auf AOTY), Beleg dafür, dass dieser bewusst okkulte Klassizismus die Hörer stärker spaltet als die Kritiker. Bleibt der geteilte Befund: in der Kategorie traditioneller Doom 2026 findet man schwer etwas Wuchtigeres. Kritikerschnitt: 8/10, teuflischer Pakt eingelöst.



