Neuntes Album, wörtlicher Titel, meisterhaftes Ergebnis: Nine ist die bestaufgenommene Platte dieses Herbstes, mit 83/100 bei den Kritikern ohne einen einzigen echten Vorbehalt. Distorted Sound zückt eine 9/10 und spricht von der „hypnotischsten » Platte des Trios aus Chicago; Kerrang! (4/5) findet sie umgekehrt „eine ihrer unmittelbarsten ». Beide haben recht, und genau darin liegt das Geniale.

Der Konsens ist vollständig, was die dynamische Bandbreite betrifft: von der sonischen Vernichtung in „Seventh Seal » bis zur Zartheit von „Arletta », über die elektronischen Texturen von „Eluvial » — ein Novum, mit verblüffender Selbstverständlichkeit integriert. Instrumentaler Post-Metal, der keinerlei Stimme braucht, um etwas zu erzählen.

Divergenzen? So gut wie keine. Wenn die weltweite Metal-Presse derart einig ist, gibt es zwei Möglichkeiten: ein Meisterwerk oder eine Band, die unbestreitbar geworden ist. Wahrscheinlich beides.