Fever Hunting, 2013 bei Deathwish erschienen, markiert die Rueckkehr von Modern Life Is War nach mehreren Jahren Stille und einer Trennung. Die Band aus Iowa nimmt den Faden dort wieder auf, wo sie ihn liess, mit einem intensiven, literarischen Hardcore, getragen von Jeffrey Eatons unverkennbarer Stimme. Eine Reunion Platte, die den Fallen der Nostalgie ausweicht. Auf Deathwish erschienen, erhaelt es einen Rahmen, der der Aura der Band gerecht wird.
Die Rueckkehr einer Stimme
Die grosse Frage bei einem Reunion Album ist stets dieselbe: ob das Feuer noch da ist. Fever Hunting antwortet mit ja. Jeffrey Eaton findet seinen atemlosen Vortrag und seine Bilder vom gewoehnlichen Leben, von Zweifeln und innerem Widerstand wieder. Die Band versucht nicht, sich neu zu erfinden, sie bestaetigt nur, dass sie nichts von ihrer Ueberzeugung verloren hat.
Geschaerftes Schreiben
Musikalisch knuepft die Platte wieder an das Gleichgewicht aus Kraft und Melodie an, das den Namen der Band ausmachte. Die Riffs sind direkt, die Rhythmusgruppe solide, und die Produktion im Hausgeist von Deathwish laesst das Ganze atmen. Man findet jene Art wieder, Spannung aufzubauen, um sie auf einen Schlag zu loesen.
Reife und Kontinuitaet
Beeindruckend ist die Geschlossenheit. Fever Hunting verraet das Erbe von Witness oder Midnight in America nicht, traegt aber auch die Handschrift aelterer, ruhigerer Maenner, deren Zorn sich in Klarheit verwandelt hat. Die Platte spricht vom Aelterwerden, ohne die Ideale zu verraten, ein seltenes und beruehrendes Thema im Hardcore.
Fever Hunting ist vielleicht nicht der absolute Gipfel von Modern Life Is War, aber eine wuerdige und ueberzeugende Rueckkehr, fern von opportunistischen Reunions. Die Band beweist, dass sie noch etwas zu sagen hat, und sagt es mit der Ehrlichkeit, die sie stets ausgezeichnet hat. Fuer alte Fans wie fuer Neueinsteiger eine Platte, die ihr Wort haelt. Es ist die Art Platte, die einen ueber die Aufrichtigkeit einer Reunion beruhigt, die in der Szene so oft verdaechtig ist.








