Fünf Jahre nach Deceiver kehren die Bannerträger des amerikanischen epischen Doom mit einem selbstbetitelten Album bei Nuclear Blast zurück, und die Presse ist zur Stelle: 79/100 auf Album of the Year (5 Kritiken), Publikum bei 75. Blabbermouth führt mit 8.5/10, Metal Hammer, Kerrang! und Distorted Sound reihen 8er auf, und selbst der Boden — Angry Metal Guy bei 3.5/5 — bleibt ein Kompliment.
Worüber alle einig sind: die Rückbesinnung. Kürzere, härtere Stücke, eine teilweise Rückkehr zu Desolation — und vor allem eine Konstanz ohne Durchhänger: AMG merkt an, das Album „gleite zwischen dem sehr Guten und dem Großartigen, ohne dass ein einziger Titel enttäuscht ». Kerrang! (4/5) lobt „eine kultivierte und ehrenwerte Fortführung », die „nie wie eine billige Nachahmung klingt », ein „reiner Genuss für Eingeweihte ». Dieselben Titel kursieren überall: „Invocation of the Dreamer », „Beneath the Scythe », „Grief’s Reverie », „Benediction Tones ».
Woran sich die Geister scheiden: der Ehrgeiz, oder sein Fehlen. Kerrang! gesteht einen „unveränderten » und schwer referenzlastigen Ansatz ein, AMG erinnert daran, dass es „die Band nicht zu den Glanztagen von Hunted zurückführt ». Mit anderen Worten: nicht das Meisterwerk, aber die solide Platte, die es zum Neustart der Maschine brauchte. 8/10 auf dem Zähler, und null Grund zum Schmollen.

