Nach dem Zuspruch für Verses In Oath (90/100 im Jahr 2024) kommt Verbolgen wieder auf den Boden: 76/100 aus vier Kritiken. Nicht dass die Qualität geflohen wäre — Blabbermouth (8.5/10) sieht darin geradezu „ihr bislang bestes Werk », würdig, sich neben „die anderen Black-Metal-Triumphe des Jahres » zu stellen. Doch die Wende ist deutlich: Hulder mildert, melodisiert, hypnotisiert, und nicht jeder kommt dabei auf seine Kosten.

Der Konsens beschreibt dieselbe Metamorphose: ein klarerer, majestätischerer, erzählerischerer traditioneller Black Metal. Pitchfork (7.6/10) lobt eine „neue Inspiration », geschöpft aus „dem zeitlosen und stets bewegenden Klang des traditionellen Black Metal »; Angry Metal Guy (3.5/5) spricht von einem „schönen Kunstwerk », „sanfter, zarter, aber in seiner Hypnose weiterhin fesselnd ».

Genau da drückt für die weniger Überzeugten der Schuh. AMG gesteht, „die entfesselte Wut » des Vorgängers zu vermissen und „auf ein Riff zu warten, das den Nacken bricht »; Sputnikmusic (7.4/10) zählt die Veränderungen „im Guten wie im Schlechten ». Fazit bei 76/100, Publikum bei 74: die Reife ist besiegelt, die Sehnsucht nach dem Gift ebenso.