The Most, erschienen 2007, markiert einen Gipfel in der Laufbahn von Down to Nothing. Die Band aus Richmond erreicht darauf eine neue Reife und verbindet die Geschwindigkeit und Energie ihrer Anfänge mit einem geschärfteren Songwriting und einprägsameren Stücken. Es ist das Album der vollen Behauptung, jenes, auf dem die Band ihr Potenzial in einen glänzenden Erfolg verwandelt. Ohne etwas von ihren Werten noch ihrem Ungestüm zu verleugnen, gewinnt Down to Nothing an Wirksamkeit und Zugkraft und liefert eine Sammlung von Stücken, die alles verdichten, was das Salz ihres schnellen und positiven Hardcore ausmacht.

Die Platte der Bestätigung

The Most klingt wie die Vollendung dessen, was die Band seit ihren Anfängen suchte. Die Stücke sind ausgefeilter, die Refrains eingängiger, und das Ganze strahlt eine Sicherheit aus, die nicht trügt. Down to Nothing beherrscht nun perfekt die Kunst, Geschwindigkeit und Melodie, Brutalität und Eingängigkeit zu verbinden, ohne je die eine der anderen zu opfern. Diese gesteigerte Wirksamkeit macht die Platte unmittelbar verführerisch und bewahrt zugleich die Intensität, die immer die Stärke der Band ausgemacht hat. Es ist ein Hardcore, der schnell zuschlägt, aber lange im Kopf bleibt.

Geschwindigkeit und Melodie

Was The Most auszeichnet, ist das gefundene Gleichgewicht zwischen der Dringlichkeit des Hardcore und dem Sinn für Melodie. Die Stücke gehen noch immer so schnell, doch sie werden nun von Refrains begleitet, die schon beim ersten Hören haften, zum chorischen Mitgrölen gemacht. Diese melodischere Dimension verwässert nichts: sie bereichert die Formel, macht sie vollständiger, ohne je den Straight-Edge-Geist der Band zu verraten. Down to Nothing beweist hier, dass man zugleich schnell, wild und einprägsam sein kann, ein Gleichgewicht, das nur wenige Bands mit so viel Natürlichkeit erreichen.

Auf dem Gipfel seiner Form

The Most zeugt von einer Band auf dem Gipfel ihrer Form, ihrer Mittel sicher und im vollen Besitz ihrer Kunst. Die Energie der Anfänge ist noch da, doch sie ist nun kanalisiert, auf ein präzises Ziel gerichtet: den bestmöglichen Hardcore zu liefern. Diese Verbindung von Erfahrung und ungebrochenem Ungestüm macht die Platte zu einer der gelungensten der Diskografie. Man spürt eine Formation, die ihr perfektes Gleichgewicht gefunden hat, die genau weiß, was sie will und wie sie es bekommt, ohne sichtbare Mühe.

The Most ist wahrscheinlich das beste Album von Down to Nothing, die perfekte Synthese seiner Geschwindigkeit, seiner Energie und seines melodischen Gespürs. Schnell, wirksam und vor Vitalität überbordend, verkörpert es alles, was der Straight-Edge-Hardcore an Erfreulichstem zu bieten hat. Für die Anhänger der Band wie für Neueinsteiger ist es ein Muss, der Beweis, dass ein Hardcore zugleich brutal, schnell und schrecklich eingängig sein kann, ohne je auf seine Aufrichtigkeit oder seine Überzeugungen zu verzichten.