Das Debuet des kalifornischen Trios, dieses selbstbetitelte Werk von 2003, faengt die jugendliche Verzweiflung der fruehen Dekade mit aufrichtiger Brutalitaet ein. Getragen von der Single Bottom of a Bottle, einer frontalen Chronik von Alkohol und Flucht, entfaltet Smile Empty Soul einen nervoesen, duesteren, schnoerkellosen Post-Grunge, gepraegt von Sean Danielsens wunder Stimme.

Die Texte, direkt bis zur Schonungslosigkeit, beschwoeren Wut, Vorstadt und Unbehagen mit einer Authentizitaet, die einen gewissen Mangel an musikalischer Nuance ausgleicht. Die Kompositionen bleiben wirkungsvoll, aber wenig abwechslungsreich und reihen Strophe-Refrain-Strukturen ohne grosse Ueberraschung aneinander. Das Album lebt vor allem von seiner rohen Intensitaet und emotionalen Ehrlichkeit. Ein beseeltes Debuet, sinnbildlich fuer eine ernuechterte Jugend, auch wenn es den Grenzen seines Genres nicht ganz entkommt.