2013 erschienen, ist In Love There Is No Law das zweite Album von Twitching Tongues, einer Band aus Los Angeles, bekannt fuer ihre eigenwillige Verschmelzung von schwerem Hardcore und dunkleren Einfluessen. Das Quintett um Saenger Colin Young vertieft eine Formel, die in der Szene heraussticht: ein metallischer Hardcore, durchzogen von klarem Gesang und Atmosphaeren nahe am Doom und am Alternative Metal der 1990er.
Eine eigene Identitaet
Die grosse Staerke der Band liegt im Gesang. Wo die meisten Hardcore Gruppen alles auf den Schrei setzen, bevorzugt Colin Young eine klare, tiefe und theatralische Stimme, oft mit der Welt von Alice in Chains verglichen. Diese Entscheidung gibt der Platte eine sofort erkennbare Farbe und eine im Genre seltene melodische Tiefe.
Schwere und Melancholie
Musikalisch wechselt In Love There Is No Law schwere Riffs, kriechende Tempi und melodischere Passagen ab. Die Band pflegt eine dunkle, in ihrer Duesternis fast romantische Atmosphaere, in der Brutalitaet auf eine Art dramatischer Schwere trifft. Diese Spannung zwischen Aggression und Melancholie macht den ganzen Reiz der Platte aus.
Ein filmischer Hardcore
Das Ganze strahlt eine fast filmische Dimension aus, mit einem Gespuer fuer Kontrast und klangliche Inszenierung, das den ueblichen Rahmen des Hardcore erweitert. Twitching Tongues schlaegt nicht nur zu: die Band baut Stimmungen und bekennt sich zu ihren Einfluessen ausserhalb des Genres, ohne je ihre Basis zu verleugnen.
In Love There Is No Law bestaetigt Twitching Tongues als eine der originellsten Bands ihrer Szene. Kuehn und stimmig, wird die Platte Freunde des schweren Hardcore ebenso ansprechen wie Neugierige, die ihre dunklen, melodischen Farben anziehen. Ein eigenwilliger Wurf, der das Jahrzehnt praegte.








