Erstes Album ohne Brent Hinds, erstes Album nach der Tragödie, die die Band getroffen hat: Marrow Deep konnte keine Platte wie jede andere sein, und die internationale Presse hat sie auch so empfangen. Der Konsens ist eindeutig — es handelt sich um eine nahezu einhellige Feier (83/100 auf Metacritic, neun Kritiken, kein einziges negatives Urteil), wobei Consequence gar von einem « donnernden Ausbruch einer neuen Ära » spricht.
Worüber alle sich einig sind: die emotionale Wucht. « Your Ghost Again », eine direkte Hommage an den verstorbenen Gitarristen, wird überall als Höhepunkt der Platte genannt, und der erdrückende Sludge von « Poisonous Weapons » beruhigt hinsichtlich der Fähigkeit des verbliebenen Trios, weh zu tun. Die Keyboards und Synthesizer, präsenter denn je, bereichern die Formel, statt sie zu verwässern.
Woran sich die Geister scheiden: die Produktion, von Angry Metal Guy als « zu sauber und komprimiert » eingestuft, sowie eine Spielzeit von 65 Minuten, die selbst die begeistertsten Kritiker als großzügig empfinden. Pitchfork, am wenigsten überzeugt (6.9), hört darin eine Band im Übergang, die den Verlust ihres vierköpfigen Songwritings noch nicht verwunden hat.
Fazit des Konsenses: eine aufrichtige Trauerplatte, kathartisch und oft großartig, die mehr durch das gilt, was sie durchlebt, als durch das, was sie erneuert.



