Technischer Hahnenschrei: Die Bordelaiser von Gorod bleiben eine der schönsten Maschinen des technischen Death Metal des Planeten, und The Ember Gone bestätigt es. Beim Können ist die Presse einhellig: gewundene Riffs, Bass-Gegenmelodien von Benoit Claus, das Hin und Her zwischen den klaren und den geschrienen Stimmen von Julien Deyres, Prog- und Jazz-Einflüsse wie von niemandem sonst verdaut. Angry Metal Guy (3.5/5) und The Razor’s Edge loben beide eine Platte, die sich mit jedem Hören verbessert.

Das eigentliche Thema dieses Albums ist seine emotionale Wende: Gorod verlangsamt, legt seine Risse offen, wagt die Verletzlichkeit. The Razor’s Edge spricht von einem Handwerk, das « nicht zu leugnen ist »; AMG sieht darin im Gegenteil eine Zurückhaltung, die « die Dringlichkeit absaugt », und reiht die Platte unter Æthra und The Orb ein.

Die Meinungsverschiedenheiten betreffen die Struktur: « Regret » als zu lang empfunden, zwei aufeinanderfolgende langsame Stücke, die gegen Ende den Rhythmus brechen. Nichts Untragbares — und für die französische Szene bleibt es ein kleines Ereignis, eine Band dieses Niveaus nach zwanzig Jahren weiter experimentieren zu sehen.