Das Paradox Finsterforst: eine Band, berüchtigt für ihre klangliche Fülle, die laut Blabbermouth (8.5/10) « das stärkste Album ihrer 22-jährigen Laufbahn » vorlegt. Der Veteran aus dem Schwarzwald holt 78/100 aus drei Kritiken, getragen von einem Schlussstück, « Leere », 24 Minuten « düsteren Prog Metal », der, wiederum laut Blabbermouth, alles Epische übertrifft, was die Band zuvor versucht hat.

In einem Punkt herrscht vollkommene Einigkeit: der Gesang von Oliver Berlin. « Eine schmerzhaft menschliche, von Melancholie durchtränkte Darbietung » (Blabbermouth); « seine Vocals bescheren mir bei jedem Hören eine Gänsehaut » (Angry Metal Guy, 3.5/5). AMG lobt zudem ein « dynamisches » Songwriting und eine « meisterhafte Beherrschung der Spannung », gestützt auf eine verbesserte Produktion.

Die Meinungsverschiedenheit betrifft, ironischerweise, die Länge — schon wieder. AMG befindet, die beiden Coverversionen fügten vierzehn Minuten hinzu, die den « Ruf der Aufgeblähtheit » der Band nähren; The Progressive Subway (7/10) findet das Album « business as usual », das « achtzig Minuten zu dauern scheint, obwohl es vierundsechzig sind ». Das Publikum, zurückhaltend bei 68/100, neigt zur Seite der Skeptiker. Die Kritik hingegen hat entschieden: Der Speck ist noch da, aber der Muskel war nie so deutlich.