No Regrets klingt wie eine Bilanz ohne Bitterkeit. Nach Jahren des Tourens und einer bereits umfangreichen Diskografie blickt No Turning Back auf den zurückgelegten Weg und findet nichts, was es verleugnen müsste. Die Platte atmet jene besondere Gelassenheit der Bands, die Wort gehalten haben: die, genau das getan zu haben, was sie versprochen hatten, ohne je abzuweichen. Weit davon entfernt, milder zu werden, nährt diese Sicherheit einen neuen Energieschub, ruhiger, aber ebenso entschlossen. Es ist die Platte eines stillen Stolzes, der einer Band, die weiß, woher sie kommt und die niemandem Rechenschaft schuldet, außer sich selbst.

Ohne ein einziges Bedauern

Der Titel ist ein Manifest für sich. Die Texte bekennen sich zu den Entscheidungen, den Opfern, den verschlungenen Kilometern, und verwandeln diesen Weg in eine Quelle des Stolzes. Es gibt hier keine klagende Nostalgie, nur die ruhige Behauptung einer Band, die weiß, warum sie tut, was sie tut. Diese Klarheit verleiht den Stücken einen warmen Ernst, den von Leuten, die ihren Platz gefunden haben und ihn ohne Furcht behaupten, getragen von der Gewissheit, es richtig gemacht zu haben.

Die Macht der Gewohnheit

Musikalisch ist die Formel bis auf die Knochen eingespielt, und das macht sie furchtbar. Die Riffs fallen mit verblüffender Selbstverständlichkeit, die Refrains prägen sich beim ersten Hören ein, und die Band spielt mit jener Flüssigkeit, die nur die Erfahrung schenkt. Kein überflüssiger Schnörkel, kein Zögern: No Turning Back weiß genau, wo es zuschlagen und wie lange es halten muss, bevor es wieder anzieht. Diese Leichtigkeit, weit davon entfernt, wie Routine zu klingen, zeugt von einer totalen Souveränität, der einer Band, die diese Stücke mit geschlossenen Augen spielen könnte, ohne je an Intensität zu verlieren.

Fest in den Stiefeln

Was auffällt, ist die Selbstsicherheit. Die Band sucht nicht mehr zu beeindrucken, sie begnügt sich damit, gut zu sein, und das ist sie. Diese Reife stumpft die Brutalität des Anliegens nicht ab, sie kanalisiert sie. Man hält hier einen Veteranen-Hardcore in Händen, seiner Mittel sicher, der jedes Stück mit der intakten Überzeugung des ersten Tages und dem seither angesammelten Handwerk liefert. Diese seltene Kombination aus Erfahrung und bewahrter Grimmigkeit verleiht der Platte eine tröstliche Solidität.

No Regrets ist nicht die spektakulärste Platte der Band, aber es weiß der Selbstzufriedenheit zu entgehen und verwandelt eine Laufbahn der Treue in eine Kraft, die immer nach vorne drängt. Eine Platte hellsichtiger Veteranen, stolz auf ihren Weg und weit davon entfernt, fertig zu sein.