Das selbstbetitelte Album von Trapt, 2002 erschienen, verdankt fast seinen gesamten Bekanntheitsgrad Headstrong, einem massiven Hit im amerikanischen Rockradio und einem sinnbildlichen Stuck des mit Nu Metal versetzten Post Grunge der fruhen Nullerjahre. Die kalifornische Band pflegt hier eine zugangliche Formel, tragende Riffs und skandierte Refrains, zugeschnitten auf ein breites Publikum.

Jenseits der Single reiht die Platte solide Songs wie Still Frame aneinander, ohne je aus einem stark abgesteckten Rahmen auszubrechen. Die Stimme von Chris Taylor Brown tragt das Ganze mit Uberzeugung, doch dem Songwriting fehlt es an Wagemut und Uberraschung, gefangen in den Rezepten seiner Zeit. Trapt bleibt ein reprasentativer Zeuge dieses massentauglichen Heavy Rock, an der Oberflache wirksam, dessen kunstlerische Reichweite jenseits seiner Hymne jedoch begrenzt bleibt.