Das erste Album von Taproot fur ein grosses Label, Gift, erschien 2000 mit dem Ruf einer Band, die von Fred Durst umworben und dann fallen gelassen wurde, eine Episode, die ihre Legende ebenso nahrte wie ihre Musik. Die Platte aus Michigan verbindet synkopierte Riffs, introspektivere Atmospharen und die wandlungsfahige Stimme von Stephen Richards, die vom Flustern zum Schrei wechseln kann.
Again and Again, die bekannteste Single, veranschaulicht dieses Streben nach einem weniger frontalen Nu Metal, aufmerksam fur Nuancen und Dynamik. Der Ehrgeiz ist echt, doch das Songwriting bleibt ungleichmassig und einige Stucke tun sich schwer, uber die Lange hervorzustechen. Gift zahlt vor allem als vielversprechender Ausgangspunkt einer Band, die ihr Anliegen spater scharfen wurde, eine liebenswerte statt unverzichtbare Platte, Zeugin einer Szene in vollem Aufbruch.








