Mit Phobia scharfen Breaking Benjamin eine Spielart des Alternative Metal, die fur grosse Buhnen gemacht ist, zwischen kontrollierter Aggression und prazise gesetzten Refrains. Benjamin Burnleys Stimme, mal wutend, mal verletzlich, ist der rote Faden eines Albums, das vom Kontrast lebt.

Die Gitarren wechseln zwischen kompakten Riffs und melodischen Aufhellungen, wahrend die klare, kraftvolle Produktion die Wirksamkeit der Kompositionen betont. Stucke wie The Diary of Jane oder Breath zeigen diese Vorliebe fur die unmittelbare Wirkung, ohne auf eine gewisse Dusternis in den Texten zu verzichten.

Man kann der Band vorwerfen, dass das Songwriting sich mitunter zu eng an die Radiorock-Muster der Zeit schmiegt. Dennoch steht Phobia voll zu seinem Status als anspruchsvolles Mainstream-Album, stimmig und solide gebaut, und bestatigt Breaking Benjamin als feste Grosse im zuganglichen Alternative Metal.