2009 veröffentlicht, gegen Ende der Laufbahn der Band, schließt Rush of Hope den Weg von True Colors mit einer aufrichtigen Note. Die Platte verlängert den melodischen und positiven Hardcore, der die Identität der belgischen Formation ausgemacht hat, wie ein letzter, treuer Gruß an alles, was sie verteidigt hat. Es liegt in dieser Platte eine Form von ruhiger Erfüllung, jene einer Band, die den Kreis schließt, ohne zu verraten, was sie war, indem sie bis zum Ende ihren Werten der Hoffnung und des Teilens treu bleibt.

Seinen Werten treu

Bis zum Ende bleibt True Colors seinem Youth-Crew-Geist und seiner Botschaft der Hoffnung treu. Die Platte reiht energische Stücke und verbindende Refrains aneinander, ohne je die Aufrichtigkeit abzulegen, die immer ihr Markenzeichen war. Es gibt hier keine Versuchung, den Kurs zu ändern oder neuen Einflüssen hinterherzulaufen: die Band bleibt sie selbst und verwandelt diese Beständigkeit in eine bewegende Kraft. Diese Geradlinigkeit nötigt in einem Genre, in dem so viele Bands sich schließlich verzetteln, Respekt ab und berührt durch ihre Authentizität.

Ein Aufschwung der Hoffnung

Der Titel fasst den Geist der Platte perfekt zusammen: ein Schub der Hoffnung, eine letzte Bekräftigung der Positivität. Die Stücke atmen Optimismus, nicht als Bequemlichkeit, sondern als bewusste Wahl angesichts der Schwierigkeiten. True Colors hat stets die Hoffnung zu seinem Treibstoff gemacht, und Rush of Hope bietet davon eine letzte Demonstration, getragen von einer Energie, die die Resignation verweigert. Dieses Licht, weit davon entfernt, naiv zu klingen, erscheint als eine echte Kampfposition, eine Art, durch die Freude und die Überzeugung zu widerstehen.

Die Beherrschung der Geste

Musikalisch zeigt die Band die Gelassenheit erfahrener Formationen. Die Melodien sind klar, die Arrangements wirksam, und das Ganze strahlt eine Flüssigkeit aus, die aus der Übung kommt. Ohne ihre Formel zu revolutionieren, liefert True Colors sie hier in ihrer sichersten Version, mit dem Abstand jener, die genau wissen, was sie vermitteln wollen und wie. Diese ruhige Leichtigkeit verleiht der Platte eine schöne Geschlossenheit, jene einer Band, die voll im Einklang mit sich selbst und ihrem Anliegen ist.

Rush of Hope ist eine schöne Art, eine Laufbahn abzuschließen, eine Platte, die ihren Prinzipien bis zum letzten Akkord treu bleibt. Weit davon entfernt, wie ein resigniertes Ende zu klingen, strahlt sie im Gegenteil eine positive Energie aus, die eine lichte Erinnerung hinterlässt. Für alle, die True Colors verfolgt haben, ist es ein würdiger und aufrichtiger Abschied; für die anderen eine schöne Eingangstür zu einem melodischen Hardcore, der stets das Licht gewählt hat, ohne je seine Intensität noch seine Großzügigkeit zu verleugnen.