Erstes Album, und schon eine seltene Übereinstimmung: 80/100 auf Album of the Year, drei Kritiken, dreimal 80. Anthony Fantano (The Needle Drop, 8/10) fasst den Einsatz in einer Zeile zusammen: « No Cure bringt die Straight-Edge-Ethik auf seinem ersten Album wieder in Mode ». Kerrang! (4/5) beschwört eine « barbarische Erhabenheit », die die Band aus Alabama nur schwer selbst übertreffen wird, und Distorted Sound (8/10) spricht von einem Hörerlebnis, das « für das aktuelle Klima unverzichtbar » sei. Das Publikum bestätigt: 79/100 aus über 500 Bewertungen.
Worüber alle sich einig sind: die bis auf die Knochen behauptete Identität. Ein von Deathcore und Beatdown durchtränkter Metalcore, südstaatlich und wütend, bei SharpTone, der « ins Leere brüllt und zugleich diejenigen erhebt, die ihm zuhören », so Jasmine Longhurst. Distorted Sound beharrt: es ist « diese unerschütterliche und kompromisslose Identität », die ihr Publikum aufgebaut hat, und die Platte — « körnig, explosiv » — wird es nur noch vergrößern.
Woran sich die Geister scheiden: so gut wie an nichts, und das ist für die Übung beinahe frustrierend. Drei identische Noten, ein Publikum im Gleichklang, keine abweichende Stimme aufzufinden — nur Abstufungen der Begeisterung zwischen dem « unverzichtbar » von Distorted Sound und der zurückhaltenderen 8 von Fantano. Mechanisches und verdientes Urteil: 8/10. Die vom Titel angekündigte Dunkelheit ist bereits da, und sie beißt.



