Das gleichnamige Abschiedsalbum, vierzig Jahre Karriere im Rückspiegel — und der zwiespältigste Konsens des Winters: 62/100 aus zwanzig Kritiken und ein regelrecht verärgertes Publikum mit 48/100 aus fast 2 400 Bewertungen. Metal Hammer (80) will daran glauben: Megadeth « verabschiedet sich mit einem weiteren großen Album ». The Needle Drop (3/10) begräbt es: « leider kein Abgang in Würde ». Slant (40) legt nach: « erstaunlich wenig Ehrgeiz » für Titanen des Genres.

Dazwischen ein breiter Bauch aus lauter 60ern: Kerrang! (3/5) sieht darin die Summe der gesamten Karriere, « kühn, oft brillant, manchmal wackelig »; The Guardian findet die Platte « melodisch, aber zu lang », zwischen alten Stärken und alten Ranküne — wobei Spectrum Culture nebenbei « überflüssige Abrechnungen » bedauert. Pitchfork (5.2) fällt das grausamste Urteil: ein Ende « ohne den gemeinschaftlichen Ernst eines echten Abschieds ».

Das Urteil ist beinahe shakespearesch: niemand bestreitet, dass Mustaine noch immer riffen kann, alle bezweifeln, dass dies der richtige Abgang ist. Das Publikum hat bereits abgestimmt — und es ist die massivste Ablehnung der jüngeren Diskografie. Peinlich für eine Platte, die die Legende beschließen soll.