Erste Kritiken — das Album erscheint am 4. September. Die Norweger vollenden ihre Trilogie A Dark Poem, und die vorab erschienenen Kritiken grenzen an den Kniefall. Sonic Perspectives zückt ein 9.8/10 der Kategorie « Essential » und reiht die Platte unter die nahezu vollkommenen Alben, in der Hoffnung, « nicht noch einmal einundzwanzig Jahre auf eine Platte dieses Kalibers warten zu müssen ». Ever Metal (7.5/10), maßvoller, spricht gleichwohl von einer « Masterclass des Progressive Metal ».
Der Konsens kristallisiert sich am Schluss: « A Dark Poem — Orchestral Suite », 17 Minuten mit dem Sinfonieorchester von Kristiansand, überall als Höhepunkt der Platte gefeiert — « ein wunderschön und sinnlich gewobenes Stück » (Sonic Perspectives), ein Schluss, der « als Filmmusik dienen könnte » (Ever Metal). Vier Stücke, 38 Minuten, null Speck: Die Trilogie funktioniert, so Sonic Perspectives, « wie eine sorgsam geschriebene Miniserie ».
Nach einem Part I bei 78/100 und einem Part II bei 87/100 deutet alles darauf hin, dass auch das Finale hoch zielen wird — der AOTY-Schnitt ist noch nicht eröffnet, wir aktualisieren die Wertung nach der Veröffentlichung. Bis dahin sagt der Abstand zwischen dem ekstatischen 9.8 und dem gelassenen 7.5 vor allem eines: Niemand bestreitet den Erfolg, gestritten wird allein über sein Ausmaß.



