Drittes Album für die Überlebenden aus Neuengland — im Wortsinn: Mark Whelan hat einen Krebs besiegt, und das hört man in jedem Thema der Platte. Die Presse indes ist geteilt: Kerrang! steigt auf 4/5, während Angry Metal Guy bei 3/5 bleibt, für einen Schnitt von 70/100. Bemerkenswert: Das Publikum ist wärmer als die Kritik: 77/100.
In der Form völliges Einvernehmen: Dieses neue Line-up (Patrick Merson an der Gitarre, Ex-Slipknot Jay Weinberg hinter den Kesseln) walzt alles nieder. Kerrang! lobt « Vocals auf ihrem Höhepunkt, Gutturals direkt aus dem siebten Höllenkreis » und den « never sleep »-Refrain von « Vivid Revelations », « eine wahre Abrissbirne ». Selbst AMG, der zurückhaltendste, bezeichnet das Titelstück und seine ätherischen Klargesänge als « einen reinen Höhepunkt » und billigt Produktion wie Grooves.
Die Uneinigkeit betrifft die Richtung: AMG vermisst die Kreativität und Atmosphäre von Last Day of Sun, vereinfachte Texte und Stücke, die « ineinander verschwimmen »; Kerrang! sieht darin im Gegenteil « ein neues, felsenfestes Kapitel » auf « einer zerstörerischen Bahn hin zur Death-Metal-Vorherrschaft ». Dazwischen: 7, und die Lust, es beim Konzert zu entscheiden.



