Es gibt Platten, die man nicht leichten Herzens bespricht. Aufgenommen vor dem Tod von Tomas Lindberg im September 2025 – seine Vocals an einem einzigen Tag eingesungen, im Wesentlichen in einem Take, vor seiner Operation – ist The Ghost of a Future Dead der Abschied von At The Gates, mit Anders Björler zurück am Songwriting. Die Presse verneigt sich: 85/100 über acht Kritiken, Kerrang! und Angry Metal Guy mit der Höchstwertung, wobei Letzterer schwört, das Album „reiche an ihre besten Arbeiten heran und übertreffe sie stellenweise ».
Der Konsens hängt am Frontmann: ein bis zuletzt „kraftvoller und ätzender » Tompa, wiedergefundene Björler-Harmonien, die Produktion von Jens Bogren und „Det oerhörda », der erste komplett auf Schwedisch gesungene Titel der Band. AMG spricht von „Feuer und Wut vom Anfang bis zum glorreichen Ende » – und steht zu seiner Wertung trotz des Verdachts posthumer Nachsicht.
Die abweichende Stimme kommt von Sputnikmusic (3.4/5): unbestreitbare Leidenschaft, aber eine zweite Hälfte, der die Puste ausgeht, und ein mitunter generischer Melodeath, der Slaughter of the Soul in Sachen Originalität „nicht das Wasser reichen kann ». Bleibt ein Konsens von 8.5 und eine Gewissheit: Die Pioniere aus Göteborg gehen durch die große Tür ab.